Alles lief gut – bis plötzlich Tobias seine Koffer packte und auszog. Zur emotionalen Belastung bei der unerwarteten Trennung kamen für Anna zusätzlich erhebliche finanzielle Probleme und eine hektische Wohnungssuche in Zürich. Ein Konkubinatsvertrag hätte zumindest in praktischen Belangen für Entlastung sorgen können.
Plötzliche Trennung – emotionale und finanzielle Folgen
Anna Keller und Tobias Hauser führten eine glückliche Beziehung und teilten sich eine schöne Wohnung in Zürich. Dass der Mietvertrag auf Anna Keller lief, stellte für beide kein Problem dar – schliesslich beteiligte sich Tobias fair an den Mietkosten und anderen Ausgaben. Doch als er unerwartet auszog, stand Anna vor einer doppelten Herausforderung: ein emotionaler Schock und massive finanzielle Belastungen.
"Auf einen Konkubinatsvertrag zu verzichten war rückblickend naiv von mir." – Anna Keller
Da das Paar keine Vereinbarung über die Miete getroffen hatte, musste Anna Keller plötzlich die gesamte Monatsmiete von CHF 4’500 allein tragen. Zusätzlich erschwerte der angespannte Wohnungsmarkt in Zürich ihre Suche nach einer neuen, bezahlbaren Unterkunft.
Was ein Konkubinatsvertrag regeln kann
Ein Konkubinatsvertrag bietet klare Regelungen für den Ernstfall einer Trennung. Folgende Punkte können darin festgehalten werden:
- Wem gehört was? Inventarliste führen.
- Regelung des Wohnrechts: Wer darf nach der Trennung bleiben? Kündigungsfristen für gemeinsame Mietverträge.
- Aufteilung der Haushaltskosten: Klare finanzielle Vereinbarungen.
- Unterhaltsbeiträge: Falls ein Partner wirtschaftlich stärker ist.
- Altersvorsorge: Einbussen bei AHV und Pensionskasse berücksichtigen.
- Eigentumsverhältnisse klären: Besonders bei gemeinsamem Wohneigentum.
Hätte das Paar eine solche Vereinbarung getroffen, hätte sich Anna viele finanzielle Sorgen ersparen können.
Rückblick: Situation gemeistert, aber nicht spurlos
Trotz der Herausforderungen hat Anna die Situation letztlich gemeistert. Nach Monaten der Suche fand sie eine kleinere, günstigere Wohnung in Zürich. Dennoch hatte die unerwartete Trennung langfristige finanzielle Folgen: Sie musste die geplante Weltreise verschieben, da sie einen grossen Teil ihrer Ersparnisse für die Miete aufbringen musste.
Mit dem heutigen Wissen würde sie anders handeln – entweder den Mietvertrag auf beide Partner ausstellen oder im Konkubinatsvertrag klare Regelungen zur Mietübernahme bei einer Trennung treffen.
Anspruchsvollere Konstellationen erfordern mehr Planung
Für kinderlose, unverheiratete Paare ohne Wohneigentum sind die Regelungen meist überschaubar. Doch sobald gemeinsame Kinder oder Wohneigentum ins Spiel kommen, wird der Handlungsbedarf grösser:
- Hypotheken und Hypothekarzinsen: Wer zahlt weiter?
- Altersvorsorge: Was passiert, wenn ein Elternteil sein Pensum reduziert?
- Erbrechtliche Regelungen: Unverheiratete Paare haben keine automatische Erbberechtigung.
"Viele unserer Mandanten denken erst über einen Konkubinatsvertrag nach, wenn es zu spät ist. Dabei kann man mit wenigen klaren Vereinbarungen viel Ärger vermeiden." – Alexander Bruderer, Huber & Bruderer
Wie beeinflusst ein Konkubinatsvertrag Ihre Finanzplanung?
Ein gut durchdachter Konkubinatsvertrag kann erhebliche Auswirkungen auf Ihre finanzielle Sicherheit und langfristige Planung haben. Hier sind einige zentrale Punkte, die in Ihre Finanzstrategie einfliessen sollten:
- Klare finanzielle Verantwortlichkeiten: Ein Vertrag reduziert das Risiko unerwarteter Belastungen im Trennungsfall.
- Sicherung gemeinsamer Investitionen: Wohneigentum oder grössere Anschaffungen können geregelt werden, um faire Lösungen bei einer Trennung zu gewährleisten.
- Altersvorsorge absichern: Wer weniger verdient oder sein Pensum reduziert, kann durch vertraglich festgelegte Ausgleichszahlungen geschützt werden.
- Steuerliche Optimierung: Klare Regelungen helfen, steuerliche Nachteile für beide Partner zu minimieren.
Ein Konkubinatsvertrag trägt somit wesentlich zur langfristigen Finanzstrategie bei und verhindert unvorhergesehene finanzielle Engpässe.
Warum ein Konkubinatsvertrag für unverheiratete Paare unverzichtbar ist
Ein Konkubinatsvertrag ist eine sinnvolle Absicherung für Paare, die ohne Heirat zusammenleben. Er schützt vor finanziellen Risiken und schafft klare Verhältnisse – besonders in Bezug auf Wohnrecht, Vermögensaufteilung und Altersvorsorge.
Denken Sie über einen Konkubinatsvertrag nach? Kontaktieren Sie uns – wir bei Huber & Bruderer beraten Sie gerne und helfen Ihnen, die beste Lösung für Ihre individuelle Situation zu finden. Das mag vielleicht nicht sehr romantisch klingen, und ist doch ein Zeichen von Verantwortung und gegenseitigem Respekt in einer Partnerschaft.
Ein Konkubinatsvertrag bietet klare Regelungen für den Ernstfall einer Trennung. Folgende Punkte können darin festgehalten werden:
- Wem gehört was? Inventarliste führen.
- Regelung des Wohnrechts: Wer darf nach der Trennung bleiben? Kündigungsfristen für gemeinsame Mietverträge.
- Aufteilung der Haushaltskosten: Klare finanzielle Vereinbarungen.
- Unterhaltsbeiträge: Falls ein Partner wirtschaftlich stärker ist.
- Altersvorsorge: Einbussen bei AHV und Pensionskasse berücksichtigen.
- Eigentumsverhältnisse klären: Besonders bei gemeinsamem Wohneigentum.
Hätte das Paar eine solche Vereinbarung getroffen, hätte sich Anna viele finanzielle Sorgen ersparen können.
Da das Paar keine Vereinbarung über die Miete getroffen hatte, musste Anna Keller plötzlich die gesamte Monatsmiete von CHF 4’500 allein tragen. Zusätzlich erschwerte der angespannte Wohnungsmarkt in Zürich ihre Suche nach einer neuen, bezahlbaren Unterkunft.